aus: Emmi Böck, Sagen und Legenden aus EICHSTÄTT und Umgebung, Brönner und Daentler, ISBN 3-920142-00-4
Noch vor fünfzig Jahren konnte man die Irrglocke in aller Herrgottsfrühe über das Moos erklingen hören. Damit hatte es folgende Bewandnis: Das Schuttermoos zwischen Wolkertshofen und Nassenfels kann recht trügerisch sein. Trockene Stellen wechseln vielfach mit großen Wasserpfützen und grundlosen Lachen, die man im Volksmund "Glessbrunnen" nennt. Wer da hineingerät, Menschoder Tier, ist rettungslos verloren. In diesen Mooswassern spiegeln sich in hellen Nächten Mond und Sterne. Das gibt ein flimmerndes Licht, ein Irrlicht, das manchen Wanderer ins Verderben führt. Man läutete daher täglich frühmorgens um vir Uhr in Nassenfels eine Glocke, um Verirrten die Richtung anzugeben.
(Quelle "Lehrer Leitz", heimatkundl. Sammlung der Lehrer im ehem. LK Ingolstadt unter Einbeziehung der angrenzenden Gebiete)
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