aus: Emmi Böck, Sagen und Legenden aus EICHSTÄTT und Umgebung, Brönner und Daentler, ISBN 3-920142-00-4
Früher hat man schon nach dem goldenen Kalb im Nassenfelser Schloss gesucht. Mei, sie haben halt auch nix gfunna! Da hat es geheißen, da wär so viel begraben! Ich hab schon in der Kindheit vom goldenen Kalb gehört. Wie ich noch ein Kind gewesen bin, haben da Leute aus Eichstätt im Keller vom Kastenhaus gegraben, da, wo ich drin geboren bin, und da hintern im Garten neben der Mauer dort.
(Quelle nach Walburga Ehrl, gb. Daubmeier, "beim Abala", geb. 31.12.1894 in Nassenfels, Hausfrau. Vgl. auch Otto Rieder, Teil 2, S.115)
Anmerkung von Emmi Böck hierzu:
"Gerüchte um ähnliche "goldene" (= bronzene) Tiere - zoomorphe keltische Gottheiten - lokalisierte ich in Grashausen bei Altmannstein (Kalb) - am Ringberg bei Teugn (Kalb) - bei Weltenburg (Lamm) und im Sinsbuch bei Lanquaid (Rößlein). Auf meine diesbezügl.Anfrage antwortet mir M. Eckstein am 8.7.1977: "Keltisches kennt man von Nassenfels nicht, noch nicht!""
Anmerkung VfHiS:
Die bei Emmi Böck zu dieser Legende weitere angegeben Quelle "Otto Rieder, Teil 2, S115" verweist wieder auf Johann Anton Bertlin (siehe "Der Teufelsbündler Bertlin"), was den Schluss nahelegt, dass Nassenfels häufiger Ziel von fragwürdigen Schatzgräbern der älteren Neuzeit gewesen ist.
Bild erstellt mit Unterstützung von OpenAI (ChatGPT/DALL·E)
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