Bauchenberger Mühle

Einst gab es die südlich des Schutterbergs zwischen Feldmühle und Sächenfahrtmühle gelegene und heute abgetragene Bauchenbergmühle bzw. Bauchenberger Mühle. Eine andere Schreibweise "Baukenwerk" geht auf den Begriff "Pochwerk" zurück und lässt vom Namen her vermuten, dass sie mit der Eisengewinnung am Schutterberg im Zusammenhang stand.

Aus: Kugler, Karl: Erklärung von tausend Ortsnamen der Altmühlalp und ihres Umkreises

Die erste Erwähnung der Bauchenberger Mühle 

In historischen Dokumenten aus und um Bergen wird die Bauchenbergmühle häufig im Zusammenhang mit dem 976 gegründeten Benediktinerinnenkloster Bergen erwähnt, da die Nonnen dort ihr Korn hatten mahlen lassen, wenngleich die Mühle selbst nie dem Kloster zugehörig war. Eher gehörte sie zur Hofmark Bergen. Eine erste urkundliche Erwähnung ist für 1385 nachweisbar:

"Fritz Mulner zu Pauchenberg und Elzbet seine Ehefrau verkaufen der Frau von Mur, Abtissin des Klosters Bergen in die Oblai 1/2 Tagwerk Wiese  'in der Mozgeren' zu Bergen"

1506 vertauschte der Bauchbergmüller Michael Freißleben der Äbtissin Eufemia zu Bergen sein ,,Erb und Gerechtigkeit auf der Mühle samt dem dabei gelegenen Fischhaus“ gegen Erb und Gerechtigkeit auf einem Hof zu Bergen (Hauptstaatsarchiv München, Urkunden des Klosters Bergen).

Aus dem im Staatsarchiv Neuburg verwahrten Akten über die Mühle lassen sich weitere Ereignisse von 1506 bis 1878 finden.

  • Nr 783, Wiederaufbau der Mühle durch Abtissin Eufemia von Bergen 1506, Aichpfahlsetzung, Aufbau des Abergs und Muerbaums, Erneuerung des alten Wasser- und Mühlenhauses 1600 bis 1779
  • Nr. 784 Ebrechts-, Kauf- und Tauschbriefe, Handlohnsverhandlungen im Jahre 1529 bis 1789;
  • Nr. 786 Klosterpropst von Bergen gegen Landvogt von Neuburg wegen Mühlbeschau, Verhängung von Strafen Jahre 1604 bis 1613.

Im Jahr 1641 kam die Bauchenberger Mühle zusammen mit der Hofmark Bergen durch eine Schenkung von Herzog Wolfgang Wilhelm an die Jesuiten an das Seminar Neuburg, von dem sie bis 1848 zu Erbrecht ausgegeben wurde. 

1871 zählte die Mühle noch  6 Einwohner. Um die Jahrhundertwende erwähnte sie Pfarrer Eugen Erdner in seinem Bericht "FLORA von Neuburg a.D." noch als Ruine. 1920 stürzte die Ruine in sich zusammen, die Reste wurden in den darauffolgenden Jahren abgetragen. 


Die Bauchenbergmühle in Sagen & Legenden

In der Sage "Die Teufelksküche", aufgeschrieben von Emmi Böck in dem Buch "Sagen und Legenden aus Eichstätt und Umgebung" wird der  "Bauchenberger-Müller" erwähnt, der einmal an der "Teufelsküche" vorbeiging und den Hexen bei ihrem Hexentanz zugesehen hatte


Quellen:

  • Wikipedia "Die Schutter"  (https://de.wikipedia.org/wiki/Schutter_(Donau))

  • „Kloster Bergen bei Neuburg an der Donau“ - Anton H. Verlag, ISBN 3 87434 183 2, S.4, S.15

  •  „DIE SCHUTTER“-Verlag Donau Courier, ISBN 3-936808-00-7, S.14

  • Die Mühlen im Landvogtamt Neuburg und ihre Geschichte in Schwöbische Blätter für Heimatpflege und Volksbildung Jg. 14, 1963