aus: Emmi Böck, Sagen und Legenden aus EICHSTÄTT und Umgebung, Brönner und Daentler, ISBN 3-920142-00-4
Der Rent- und Zahlmeister (1708-1727) von Eichstätt, Johann Anton Bertlin, soll sich in Nassenfels eifrigst mit Schatzgräberei beschäftigt haben, wozu er von dem Fürther Juden Heilbronner "ein zauberisch Buch" um 40 fl. erwarb. Er soll Leib und Seele dem Teufel verschrieben und infolge unausgesetzten Nachgrabens sein Haus bis zum Einfallen unterminiert haben. Er besaß nämlich in Nassenfels ein eigenes Gut, woran noch heute der Name "Bertlinisches Gut" haftet.
(Nach Otto Rieder, "Versuch einer Geschichte von Nassenfels" 1894)
Anmerkung VfHiS: Bertlin war ab 1703 Kastner von Nassenfels , bevor er dann 1708 Zahlmeister und Hofkammerrat in Eichstätt wurde.
In ihren Anmerkungen in "Sagen und Legenden aus Eichstätt" zitiert Emmi Böck den Historiker Otto Rieder aus "Versuch einer Geschichte von Nassenfels", Teil 3. S74 f : "Besondere Neigung herrschte von jeher für die Schatzgräberei, angeregt durch den Umstand, dass während der gr. Kriegsunruhen, namentlich während des Schwedenkrieges eine Menge Wertsachen dem Boden oder unterirdischen, seitdem verschütteten Räumen anvertraut worden war. Dunkle Sagen waren hierüber im Umlauf. Ein Zettel aus der ersten Hälfte des vorigen Jahrunderts verzeichnet zahlreiche angebliche Fundstätten. Die Schlosstürme zu Nassenfels, Wellheim und anderen Orten sollten Schätze bergen, die bis zu 100.000 fl. gewertet wurden. Kein Wunder, dass dies die Sucht nach Mammon mächtig anspornte. Aber mit den Nachforschungen verbanden sich sofort abergläubische Vorstellungen und Mittel..."
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