aus: Emmi Böck, Sagen und Legenden aus EICHSTÄTT und Umgebung, Brönner und Daentler, ISBN 3-920142-00-4
Wie aus dem Visitationsbuch von 1480 ersichtlich ist, wohnte zu Ende des 15 Jahrhunderts in Buxheim eine Frau namens Moringer. Die war im ganzen Gäu bekannt, und die Leute kamen auch aus den benachbarten Orten zu ihr. Das Weib stand nämlich im Ruf, Diebe aufbringen zu können, weshalb sich Bestohlene häufig an sie wendeten, damit sie offenbarte, wohin die verschwundenen Sachen hingekommen seien.
Wenn es gewitterte, tat sie es einigen Adelschlager Bauern gleich, die, wie Pfarrer Rüdel in Nassenfels damals zu Protokoll gab, bei Unwettern aufs Feld zu gehen, auf die Zäune (Hecken?) zu steigen und zu rufen pflegten: "Ich bin ein Sonntagskind, ich gebeut dir, Regen und Wind!"
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