Aus "Emmi Böck - Sagen und Legenden aus Eichstätt und Umgebung" ISBN 3-920253-00-4 Brönner & Daentler KG, Eichstätt.
Der Kuchenberg ist ein dicht bewaldeter Berg an der Schutter in der Gemeinde Biesenhard. Auf der Westseite [?] hat er eine tiefe Kluft. Diese von Felsen eingerahmte Kluft nennt man "die Teufelsküche". Hier versammelten sich die Hexen zum luftigen Tanz, und wenn sie durch die Luft nach Hause fahren, so streifen sie häufig an den hervorstehenden Felsen an, weshalb man dort oft schwarze Streifen sieht, wie z.B. am Rabenstein bei Hütting.
Von diesen Teufelsküchen gibt es mehrere. Man erzähl von ihnen nichts Gutes. In ihnen hat der Böse seine Herrschaft. Hexen und Druden fahren da hin zu Zusammenkünften. Hier wohnen Holzweibln und Hoje-Männlein, die Haare und Bart vorm Werg [?] oder Moos haben. Sie erlustigen sich am Erschrecken der Wanderer. Auch sperrt man gebannte Spukgeister gern in diese "Kuchen" [Anm. Küchen] ein.
Der alte Bauchenberger Müller ging einmal abends an dieser Küche vorbei und sah dem Hexentanz zu. Die Hexen hatten auf einem Felsentisch "Kücheln" liegen. Er nahm einige an sich. Als er heimkam, hatte er getrocknete Kuhfladen in der Tasche.
Bild erstellt mit Unterstützung von OpenAI (ChatGPT/DALL·E)
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