Egweil: Entstehung des Namen Egweils (11/25)

Veröffentlicht am 26. November 2025 um 12:52

aus Sagen und Legenden aus dem Eichstätter Bezirk,  Brönner & Däntler, 1929


Römischer Ursprung

Als die Römer über die Donau vordrangen und zum Schutze des eroberten Landes den Pfahlgraben erbauten, legten sie an wichtigen Wegpunkten Kastelle und Lager an. Ein solches war auch zu Nassenfels, dem Kreuzungspunkt von vier wichtigen Straßen. Ständig war im Lager eine Abteilung römischer Soldaten und Offiziere. Einem Hauptmann namens 'Egens" war es im Lager "Nassenfels" zu feucht, er sah sich deshalb in der Umgebung um, durchstreifte das moorige Tal der Schutter und kam jenseits auf den breiten Hügelrücken südlich des Lagers. 

Die Gegend gefiel ihm und er ließ sich eine Villa (Landhaus) bauen und bewohnte diese mit Frau und Kindern. Manche Soldaten wurden zu ihrem Hauptmann geschickt mit den Worten: "Gehe in die Villa des Egens!" Später hieß es nur noch "Egeivilla". Die germanischen Söldner konnten mit ihrer Zunge diesen Namen nicht sprechen und es entstand der Name "Egweil". Um das Landhaus bauten sich ausgediente Soldaten und freigelassene Knechte Häuser, Scheunen und Ställe und so entstand das Dorf Egweil, das 864 unter dem Namen "Egivilles" in einer Urkunde das erste mal erwähnt wird. 

 

Im Volksmund

Ein Fremder kam einmal auf dem Wege nach Neuburg an zwei ackernde Männer vorbei. Er sah links eine Ortschaft liegen. fragte wie sie heiße und ließ sich den Weg zeigen. Der Bauer sagte zu seinem Knechte: "Egg a weil!" 

Das hörte der Fremde und glaubte, das Dorf hab den Namen "Egweil". Über dem Eingang der Kirche ist heute noch eine in Stein gehauene Egge zu sehen. 


Das Wappen von Egweil:

In Blau eine silberne Egge, darüber eine goldene Krone.

Wappenbegründung: Die Egge war das für ihren Namen redende Siegelbild der ortsadligen Herren von Egweil, die von 1068 bis 1297 nachweisbar sind. Das Wappen findet sich auch an der Pfarrkirche. Die Egge ergibt zugleich eine für das Bestimmungswort des Orts- und Gemeindenamens redende Figur. Die goldene Krone und die Feldfarbe Blau sind dem Wappen der früheren Zisterzienserabtei Kaisheim entnommen, mit der Egweil jahrhundertelang eng verbunden war. Schon 1214 war das Kloster in Egweil begütert. Der Bischof von Eichstätt verlieh dem Kloster 1219 das Patronatsrecht über die Pfarrei Egweil, seit 1239 stand dem Kloster der Zehent zu. Kaisheim war bis zur Säkularisation 1803 in Egweil begütert.

Dieses Wappen wird seit 1984 geführt.

(https://de.wikipedia.org/wiki/Egweil)

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